Samstag, 3. Mai 2008

Am Montag ist Übergabe

Es war bereits angekündigt, dass in der ersten Maiwoche die Verlosung der Parzellen und damit die Übergabe stattfindet. Um 19:00 Uhr ist es nun so weit.

Eine kurze Zusammenfassung:

  • Das Komunalreferat (Landwirtschaftliche Betriebe) stellt durch das städtische Gut Riem auch dieses Jahr wieder Krautgärten zur Verfügung
  • Standorte sind an der Markgrafenstraße (Neutrudering), Isarlandstraße (Riem), Riemer Park (Gronsdorf), Arnold-Sommerfeld-Straße (Perlach) und unsere Furche an der St-Michael-Straße (Berg am Laim)
  • Das städtische Gut Riem bereitet die Gärten vor: es wird mit Traktor und schwerem landwirtschaftlichem Gerät gepflügt, geeggt usw.
  • Wie bereits beschrieben, werden die Anpflanzungen - nach strengen Vorgaben des Ökologischen Gartenbaus - vorgenommen.
  • Nun übernehmen wir die Parzelle und kümmern uns um Aufzucht, Ernte und entsprechende Nachpflanzung.
  • Es darf weder mineralischer Dünger, noch chemische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Genauso ist es auch mit konventionellen Jungpflanzen und Saatgut (z.B. aus dem Baumarkt)
  • Mitte November müssen die Parzellen geräumt werden. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass nur organische Pflanzenreste zurückbleiben - Holzstäbe (z.B. für die Bohnenaufzucht), Schnüre und vor allem Folie und sonstiger Kunsstoff muss weggeräumt werden. Schließlich wird das Feld gepflügt und soll im nächsten Jahr wieder reiche frische Ernte bringen.
  • Der Zeitbedarf für die Pflege des Krautgartens beträgt so 2-3 Stunden in der Woche - am Anfang sicher ein wenig mehr. Man sollte beachten, dass gerade in der heißen und vielleicht trockenen Sommerzeit (Urlaubszeit) Ernte- und Pflegearbeiten nötig sind. Es gibt aber keinerlei Verpflichtung zur Arbeit, man könnte auch alles einfach wachsen lassen. Ein gewisser moralischer Druck besteht natürlich zu den Nachbarparzellen - wenn die eigene Furche von Unkraut überwuchert ist, hat der/die Nachbar/in mehr Arbeit.
  • Eine Parzelle von 60qm kostet 115,00 € Nutungskosten, 30qm schlagen mit 63,00 € zu Buche. Dafür kann man Gemüse im Wert von mindestens 500,00 € ernten, bzw. den Bedarf einer 4-köpfigen Familie während der Saison decken.
  • Es wird Gärtnerwerkzeug gestellt und auch Wasser zum Gießen ist vorhanden. Letzteres sollte sparsam eingesetzt werden: Im trockenen Sommer besser alle 3 Tage kräftig gießen. Durch das Hacken bzw. Harken wird die Verdunstung des Bodenwassers verhindert (die Kapillarwirkung wird durch das Harken unterbrochen, unter der krümeligen trockenen Schicht bleibt die Feuchtigkeit im Boden). Am besten abends giessen und am nächsten Vormittag harken.
  • In einem Schaukasten werden die 'Krautgärtner', aber auch Anwohner und Spaziergänger über das Projekt informiert.
  • Wichtig ist auch dass man bei Fragen rund um das Gemüse eine(n) Ansprechpartner(in) hat - in unserem Fall ist es die Gärtnermeisterin Ruth Kleinöder, die wir schon auf der Informationsveranstaltung kennengelernt hatten.

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