Dienstag, 26. Mai 2009

Krautgarten Besprechung

Heute gab es ein Treffen mit den Verantwortlichen für die Krautgärten und den GärtnerInnen an der St.-Michael-Str.
Es wurde zur Sprache gebracht, dass viele vorgezogene Pflanzen vertrocknet waren, dass die Vorbereitung (Pflügen, Eggen, Kompostieren) des Feldes erst im Frühjahr stattfand, dass es eine Lösung für die Steinflut geben sollte und dass der Kompost (so wie in früheren Jahren) kostenlos bereitgestellt werden sollte.
Insbesondere die neu hinzugekommenen 30qm Parzellen haben mit vielen und großen Steinen zu kämpfen.

Ich versuche mal, die Antworten dazu zusammenzufassen, sollte ich etwas missverstanden haben, freue ich mich auf Korrekturvorschläge - ich würze das ganze noch mit meiner eigenen Meinung:



Die vorgezogenen Pflanzen hatten es wegen des extrem trockenen Aprils besonders schwer und ein (An)wässern kann wegen der örtlichen Gegebenheiten nicht durchgeführt werden. Die Pflanzen seien nur abgelegt und nicht eingegraben worden, so dass sie nicht hätten wurzeln können.

Wir (ich schreibe in der 'Wir'-Form, weil wir zu zweit sind) haben bei der Übergabe auch erst einmal mit Schrecken die versteuten Pflanzwürfel bemerkt, an welchen noch vertrocknete Stengel und Blätter hingen. Diese konnten aber an den betreffenden Stellen gar nicht eingegraben werden oder Kontakt zur Erde hetrstellen, da sich oft richtige Steinfelder gebildet hatten. Die Pflanzen, die wurzeln konnten, gedeihen prächtig.

Im ökologischen Landbau wird auf die Verbesserung des Bodens hingearbeitet, deshalb wurde der Kompost im Frühjahr untergearbeitet. So kommen die Nährstoffe nicht nur den zu erntenden Pflanzen und damit dem Ertrag, sondern über die Jahre dem gesamten Boden zugute. Die Vorbereitung des Bodens im Herbst hat zwar den Vorteil, dass sich durch den Frost die Erde lockert, diese müsste aber wirlich im Herbst stattfinden (bei einer Übergabe Mitte November ist für den Gärtner aber bereits Winter). Da die neuen Parzellen im Süden in den letzten Jahren nicht bearbeitet wurden, gibt es bei diesen besondere Schwierigkeiten. Sie sind Pioniere, die den Boden für die kommenden Gärtnerperioden vorbereiten.

"Was wuistn mit dem Stoaacker?" hätte der Opa aus Burghausen gefragt und sich wahrscheinlich gewundert, dass das Gemüse doch so gesund und reichlich steht.

Eine Lösung für die Steinflut gibt es eigentlich nicht - die größten Steine, können entfernt werden, alle anderen kommen ohnehin immer wieder nach oben. Bei einer Skala der Bodenqualität bzw. Eignung für den Gemüseanbau von 0-100 würde der Boden an der St.-Michael-Str. etwa eine Punktzahl von 30 erhalten (gegenüber z.B. dem Gäuboden, der eine Punktzahl nahe 100 erhalten würde). Unsere Gärtnermeisterin meinte dazu auch, dass sie selbst diesen Boden eher nicht zum Gärtnern nutzen würde ...

Allemeine Übereinstimmung gab es darin, dass nach Möglichkeit nicht auf der Furche selbst die Steine angehäuft werden sollten, da sie im nächsten Jahr (bzw. diesmal im Herbst) eingeflügt werden und Steinfelder entstehen.

Meine Meinung dazu: Auf unserer Furche gibt es einfach eine zu dünne Erdschicht, die immer wieder vom Regen zwischen die Steine gespült wird - so mühen wir uns, dem kargen Feld die Früchte abzuringen, und siehe! da wächst et und jedeiht et, auch wennse krumm werden, de Möhre und de Pastinack, schmecke tun se jans famos!

Zum Abschluss möchte ich auch noch eine Lanze für die Gärtnerei Rutz brechen - bisher ist jede Pflanze, sei es Tomate, Paprika, Peperoni, Chili, Zucchini(!), Gurke (die selbst vorgezogenen dieses Jahr sind sofort eingegangen), Fenchel, Petersilie ein wahres Kraftpaket und selbst widrigste Umstände überstehen sie erstaunlich gut.

Einige Pflanzwürfel, die keinen Kontakt zur Erde aufnehmen konnten - und das überraschenderweise trotzdem überlebt hatten - haben wir kurz nach der Übergabe umgesetzt (z.B. Mangold, Sellerie, Kohlrabi). Nun wachsen sie gut und sehen sehr gesund aus.

Wenn man weiß, wie das Anpflanzen abläuft und dass in einer bestimmten Zeit Pflanzen eingesetzt werden sollen - ich glaube, dass auch der beste Gärtner es schwer hat, wenn er hinter dem Traktor sitzt und sieht unter sich nur Steine. Und da haben es eben auch die kräftigsten und gesündesten Pflanzen nicht gerade leicht.
Mir wurden freundlicherweise einige Bilder vom Anpflanzen zur Verfügung gestellt, die ich natürlich nicht vorenthalten möchte:
Anpflanzen
Anpflanzen
Anpflanzen
Anpflanzen
Anpflanzen
Anpflanzen
Anpflanzen

Sonntag, 24. Mai 2009

Neu gepflanzt

Wie letztes Jahr, haben wir auch letzten Sammstag auf dem Markt in Grünwald Jungpflanzen von der Gärtnerei Johannes Rutz erstanden:
Tomaten für daheim und wieder die genialen gelben Zucchinis
Zucchini



Einen Kürbis Muscade den wir diesmal vor den heimischen Schnecken bewahrt haben
Kürbis Muscade

Und dann waren da noch ...
... je zwei Chilis und Peperonis - nur was ist was? Na, bei der Ernte wird es sich zeigen.
Peperoni
Chili

Ausgepflanzt wurden auch selbst vorgezogene Gurken und eine Honigmelone, wobei ein Gurkenstengel ein wenig blass aussieht:
Gurke und Honigmelone

Dienstag, 19. Mai 2009

Pflanzplan und erste Ernte

Wir haben Saatgut dazubekommen! Nachdem wir bei der Übergabe einige Buschbohnen, Zuckererbsen, Salat und andere Samen weitergegeben haben, bekam ich heute Dill- und Basilikum. Dill ist ein guter Nachbar zu Salat, Zuckererbsen, Buschbohnen und stärkt Gurken - sehr gut!

Die braven Radieschen sind wieder die ersten, die als frisches Bio-Gemüse geerntet werden können. Der ausgiebeige Regen im Mai hat gut getan und ergab das erste Kilo:
erste Ernte

Hier nun wieder der Pflanzplan - einiges war leider vertrocknet:
Beet 1
Beet 1
Beet 1

  • Frei Fenchel
  • Frei Zuckermais
  • Frei


Beet 2
Beet 2
  • Radieschen
  • Spinat
  • Rote Radies


Beet 3
Beet 3
  • Lauch
  • Wirsing
  • Lauch


Beet 4
Beet 4
Beet 4
Beet 4
Beet 4
  • Kopfsalat
  • Bunte Salate
  • Eissalat


Beet 5
Beet 5
Beet 5
  • Mangold
  • Weißkraut
  • Sellerie


Beet 6
Beet 6
Beet 6
Beet 6
Beet 6
  • Kohlrabi weiß
  • Petersilie/Schnittlauch
  • Kohlrabi blau


Beet 7
  • Möhren
  • Möhren
  • Möhren


Beet 8
  • Rote Beete
  • Möhren
  • Pastinaken


Beet 9
Beet 9
  • Zwiebeln
  • Zwiebeln
  • Zwiebeln


Beet 10
Beet 10
  • Kartoffeln (Nicola und blauer Schwede)
  • Dahinter Buschbohnen

Samstag, 9. Mai 2009

Erste Arbeiten

Am Anfang steht natürlich das Unkrauthacken - leider bleibt in diesem Mai für uns nicht sehr viel Zeit.
Ein Bild von unserem Steineacker (das sah letztes Jahr eigentlich ganz ähnlich aus):
Parzelle Nr. 2 Überblick

Freitag, 8. Mai 2009

Endlich ...

Die Übergabe hat stattgefunden!
Wir haben die Parzelle Nr. 2 und der erste Blick auf die Furche war erstmal ein wenig ernüchternd: Durch den trockenen April (der wärmste seit es Wetteraufzeichnungen gibt) haben viele Setzlinge dran glauben müssen. Wie im letzten Jahr sieht man zuerst einmal ... Steine.
Aber der Kontakt zu Nachbarn und Gespräche mit anderen Krautgärtnern hat gut getan. Mit Herrn Rutz, dem Bio-Gärtner, der die Parzellen vorbereitet hat und bei der Übergabe Pflanzen angeboten hat, wurde vereinbart, dass ich eine telefonische Bestellung aufgeben kann. Die bestellten Pflanzen bringt er dann am Samstag nach den Eisheiligen nach Grünwald auf den Markt.
Die Eisheiligen sind dieses Jahr wie folgt:
11. Mai - Mamertus
12. Mai - Pankratius
13. Mai - Servatius
14. Mai - Bonifatius
15. Mai - Die kalte Sophie

Impressionen der Übergabe:
Übergabe links
Übergabe links

Freitag, 1. Mai 2009

Erntemengen

Hier trage ich mal zusammen, wieviel so insgesamt geertnet wurde.

Bei Salat und anderen Schnittsachen ist das natürlich etwas schwierig in kg auszudrücken, da werden es dann Schätzungen.

19.05. 1kg Radieschen
24.05. 1,5kg Radieschen und Radies
26.05. 1kg Radieschen/Radies und 1 Kopfsalat 0,5kg
28.05. 1 Eichblattsalat 0,5kg
31.05. 1kg Radieschen/Radies
01.06. 1kg Radieschen/Radies, 1 Batavia 0,5kg
04.06. 2 Kohlrabis 1kg
05.06. 1 Batavia (leider mit braunschwarzem Innenleben) 0,5kg, 2kg Radieschen/Radies
09.06. 0,5kg Spinat
11.06. 2 Kohlrabi 1,5kg, 1 Eichblatt 0,5kg
12.06. 1kg Radieschen/Radies
14.06. 1kg Kopfsalat, 0,5kg Radieschen/Radies, 0,5kg Spinat
15.06. 0,5kg Radies
21.06. 2kg Kohlrabi, 0,5kg Radi, 1kg Eichblatt
28.06. 1kg Eichblatt
30.06. 0,5kg Spinat und Eissalat, 0,5kg Mangold
06.07. 1kg Fenchel, Petersilie
08.07. 2kg Kohlrabi (nicht holzig!) 1kg Zucchini und Möhren
15.07. 1kg Fenchel
16.07. 1kg Mangold, 1kg Zucchini und Radi
21.07. 50g Zuckerebsen, 1kg Zucchini, 700g Buschbohnen, 500g Lauch
26.07. 650g Mangold, 900g Fenchel, 3kg Zucchini
28.07. 50g Zuckererbsen, 700g Bohnen, 1kg Zucchini
30.07. 1kg Bohnen, 0,5kg Kohlrabi
01.08. 1kg Bohnen, 0,5kg Möhren, 100g Zwiebeln
04.08. 3kg Zucchini, 0,5kg Lauch
07.08. 3kg Mangold/Bohnen/Rote Beete
15.08. 2kg Zucchini/Bohnen/Zuckererbsen
19.08. 2,5kg Zucchini/Bohnen/Mais
31.08. 2kg Mais/Möhren/rote Beete
06.09. 4kg Zwiebeln 1kg Mais
10.09. 3kg Mais/Zucchini/Chili/Peperoni
16.09. 4kg Lauch/Mais/rote Beete
23.09. 4kg Kartoffeln (blauer Schwede) 2kg Fenchel/Möhren/Mangold
02.10. 5,5kg Kürbis, Weisskraut, Zucchini, Peperoni und Chili
04.10. 5,5kg Muskat-Kürbis
13.11. 3kg Erdmandel, Broccholi, Feuerbohnensaat usw.



Gesamt: 84,5kg


Und hier die Bilder dazu (immer die aktuellen zuerst, es gibt nicht immer welche):
31.08.
Ernte
15.07.
Ernte
11.06.
Ernte
05.06.
Ernte
04.06.
Ernte
01.06.
Ernte
31.05
Ernte
19.05
erste Ernte